

Vom 01. bis 03. Mai 2026 durften wir gemeinsam ein wunderschönes Wochenende in Heilbronn verbringen. Bei herrlichem Wetter erkundeten wir am Freitag zunächst die Stadt und genossen die gemeinsame Zeit in entspannter Atmosphäre. Am Nachmittag fand unsere kreative Vereinsstunde statt – natürlich begleitet von einem kühlen Getränk und jeder Menge guter Laune. Gemeinsam sammelten wir viele kreative Ideen und Inspirationen für unsere Präsentationen am nächsten Tag. Den Abend ließen wir anschließend bei einem gemeinsamen Essen im Kischtle ausklingen. Die Stimmung in unserer Gruppe war einfach großartig und voller Gemeinschaft. Den Abend haben wir zusammen in einem kleinen Biergarten am Neckar ausklingen lassen. Der Samstag begann mit einem gemeinsamen Frühstück, bevor es für uns an den Fluss ging. Dort präsentierten wir die Ergebnisse unserer Kreativstunde vom Vortag. Bei bestem Wetter entstanden viele tolle und kreative Ideen für die Saison 2027 und unserem Motto seit gespannt. Besonders schön war, dass auch unsere kleinsten Kuckucks voller Begeisterung mitgewirkt und ihrer Fantasie freien Lauf gelassen haben. Im Anschluss ging es weiter zur Weingenossenschaft Heilbronn. Dort wurden wir herzlich empfangen und erhielten eine informative sowie interessante Führung durch die Genossenschaft. Vielen Dank an dieser Stelle für die tolle Betreuung! Natürlich durfte danach auch eine Weinverkostung nicht fehlen. Die verschiedenen Weine wurden uns hervorragend vorgestellt und haben uns allen sehr gut geschmeckt. Nach der Weinprobe machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum Hoffest Mühle. Unsere kleinsten Kuckucks packten dort direkt mit an und halfen fleißig bei den Vorbereitungen für das Essen des Festes – darauf sind wir unglaublich stolz! Währenddessen wurde bei herrlichem Wetter gemeinsam gelacht, angestoßen und gefeiert. Wir durften viele fröhliche Menschen kennenlernen und tolle Gespräche führen. Ein besonderes Highlight des Abends war der großartige Auftritt unserer Dunja mit dem Alphorn – sie sorgte für staunende Gesichter und begeisterte das Publikum. Super gemacht, Dunja! Mit leckerem schwäbischem Essen, toller Musik und bester Stimmung ließen wir den Abend gemütlich ausklingen. Am Sonntag starteten wir den Tag mit einem leckeren Frühstück inklusive frischer Waffeln, bevor wir uns langsam wieder auf den Heimweg machten. Doch ein letzter Programmpunkt durfte natürlich nicht fehlen: der Besuch des Fasnachtsmuseums in Langenstein. Dort wurden wir bereits erwartet und erhielten eine spannende sowie wunderschön gestaltete Führung durch die Geschichte der Fasnacht und der verschiedenen Zünfte. Ein Besuch ist absolut empfehlenswert – für Groß und Klein gibt es dort viel zu entdecken. Nach einem wundervollen, kreativen und erlebnisreichen Wochenende ging es schließlich zurück nach Hause.
Vielen Dank an alle, die dabei waren und dieses Wochenende zu etwas ganz Besonderem gemacht haben. Wir freuen uns schon auf die nächsten gemeinsamen Erlebnisse!


Schon immer war es der Kuckuck der in Litzelstetten eine große Rolle spielte. Bietet doch das Dorf, am Überlinger See gelegen, mit seiner Uferlandschaft und den bewaldeten Hügeln einen idealen Lebensraum für den Kuckuck. So ruft er denn auch vom zeitigen Frühjahr an, vom Purren (höchster Punkt der Gemeinde), vom Rinzler und von den Uferhalden, lässt sein „Kuckuck, Kuckuck“ bald hier, bald dort ertönen und verteilt seine Eier in fremde Nester. Er verstummt aber jäh an „Peter und Paul“, am Patrozinium, und das nachdem er Kirschen genascht hat und davon heiser geworden ist.
Den Litzelstettern wird gern der Name Kuckucksmetzger angehängt. Vielleicht war der damalige Gemeinderat daran schuld, denn er versuchte nämlich während einer Kuckucksplage, so berichteten die ältesten Einwohner, dem Unwesen dieser Vögel ein Ende zu bereiten und schickten sich an die Kuckucke in einem Gehege zu fangen und zu „metzge“! Aber was soll‘s, die Kuckucke entflohen und neckten weiter am See, vom Purren bis zum Rinzler.
Dieser Narrenstreich der für den Kuckuck spricht, war Anlass ihn als Symbol für die Litzelstetter Fasnet zu wählen, als 1952 im Gasthaus „Krone“ die Narren- gesellschaft „Kuckuck“ gegründet wurde. Wohlbehütet von der Patenzunft, den Mainauer Paradiesvögeln, wuchs der Kuckuck in wenigen Jahren heran. Unter den Präsidenten und Zunftmeister: Johann Gensle, Stephan Riedle, Franz Honsel, Adalbert Deggelmann, Heinz Müller, Andreas Kunkel und Johannes Grundel brütete er einiges aus. So wurde 1960 ein neues Häs für den Elferrat entworfen, 1964 die neue Maske des Kuckucks von Florian Schlosser aus Eigeltingen geschnitzt und der Häs von der Firma Stuhler in Konstanz geschneidert. Auch wurde 1964 die Narrenzunft in die Narrenvereinigung Hegau-Bodensee aufgenommen. Nach dem das alte Kuckucksnest „Gasthaus Krone“ aus allen Nähten zu platzen drohte, hat man 1969 das erste winterfeste Zelt aufgestellt. 1971 feierte man ein fast 20jähriges Jubiläum, wobei das Narrentreffen der Hegau-Bodenseevereinigung ausgerichtet wurde. Im gleichen Jahr wurde auch der Kuckucksbrunnen an der Grundschule feierlich eingeweiht.
Ein besonderes Datum dürfte auch der 11.11.1976 sein. Dieses Datum gilt als Geburtstag des Fanfarenzugs Kuckuck. Der Fanfarenzug ist nicht nur durch sein gekonntes Spiel, sondern auch durch seine engagierten Mitarbeit und seine einfallsreiche Bühnenauftritte aus der Litzelstetter Fasnet nicht mehr wegzudenken. 1977 hat man zum 25jährigen Jubiläum einen großen Umzug in Litzelstetten ausgerichtet. 1983 die erste Fasnet im neuen Kuckucksnest in der Seeblickhalle. 1988 hat unser langjähriger Freund und Gönner Hermann Fuchs den 1. Fastenfunken nach mehrjähriger Pause, auf dem Purren, wieder ins Leben gerufen. Eine negative Erfahrung machte man 1991, als die Fasnet wegen des Golfkrieges abgesagt wurde. Im Jahr 2000, nach 23 Jahren ohne eigenes Nest, konnten wir dank der Familie Kleefass in unsere neue Zunftstube einziehen. Im Dezember 2010 mussten wir schweren Herzen diese Räumlichkeiten aufgeben. Durch den Einsatz von unserem Ortsvorsteher Rudolf Riedle und unserem Ortschaftsrat wurde das am Dorfplatz gelegene und renovierungsbedürftige Milchhäusle ausgemacht. Vom September 2011 bis Juni 2012 wurde dieses Kleinod zur neuen Zunftstube von den Mitgliedern der Narrenzunft, vielen Handwerker aus nah und fern, sowie mit freiwilligen Helfern ausgebaut. Am 24.6.2012 wurde das umgebaute Milchhäusle, mit dem Segen der katholischen und evangelischen Kirche und dem neuen Ortsvorsteher Heribert Baumann feierlich der neuen Bestimmung übergeben. Dazwischen feierte die Narrenzunft an der Fasnet 2012 ihren 60 jährigen Geburtstag.
Zum guten Schluss möchte ich noch allen Helfern, Gönnern, Freunden und den vielen engagierten Elfer danken, ohne die vom ersten Tag bis heute die Litzelstetter Fasnet nicht möglich gewesen wäre. Mit diesem Elan, greift die Narrenzunft „Kuckuck“ Litzelstetten die nächsten 60 Jahre an.
Der Chronist


Ralf Richter
2. Zunftmeister, Logistik


Peter Zahrt
Beirat
Gestaltung

Peer Gensle
Beirat
Technik und Sound

Michael Scherer
Elferrat
Finanzen und Werbung

Matthias Wronna
Beirat
Chronik

Fabian Okle
Beirat
Technik und Sound

Marc Gensle
Elferrat
Fundus und Häs

Iris Vorjohann
Beirätin
Kükenpflege

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